opelfan 27. April 2008
Bei den Mittelklassewagen entwickelte sich der Opel Manta B richtiggehend zu einem Kultauto, welches von 1977 bis 1988 produziert wurde. Er war 4.350 mm lang, zwischen 1.630 und 1.700 mm breit, 1.330 mm hoch und 1.060 kg schwer. Seinen Namen verdankt der Opel Manta einem Fisch, der entfernt mit dem Hai verwandt ist, dem Mantarochen. Da die Zielgruppe dieses Wagens hauptsächlich aus jungen Männern bestand, erreichte der Manta bisweilen einen klischeehaften Ruhm mit Spottgesängen, Witzen und Stereotypen. Der typische Mantafahrer zum Beispiel ist ein Macho mit niedrigem Bildungsniveau und Cowboystiefeln. Dem Auto und seinem Fahrer wurden filmische Denkmäler wie "Manta, Manta" oder "Manta - Der Film" gesetzt. Seine Motorisierung reichte von 55 bis 105 PS. Die Werbekampagne, die es zum Verkaufsstart des Manta B gab, war mit Werbesprüchen wie "Ich träumte, ich wäre im neuen Opel Manta mit Caroline durch Monaco gefahren", ein großer Flop. Potenzielle Kunden hatten an Opel geschrieben, sie würden sich aufgrund derart lächerlicher Sprüche den Manta nicht zulegen, weshalb der Konzern die Kampagne umgehend einstellte. Ein Facelift 1982 brachte das Design des Manta B näher an das des Manta 400, einem reinen Wettbewerbswagen, heran.
Der ebenfalls sehr erfolgreiche Opel Vectra wurde zwischen 1988 und 2008 in den Versionen A, B und C und allerhand Facelifts gebaut. Seine Karosserievarianten sind das Stufenheck mit vier Türen, das Fließheck mit fünf Türen und von der Variante C an auch der Kombi mit ebenfalls fünf Türen. Der Opel Vectra war zwischen 4.430 und 4.611 mm lang, 1.700 und 1.798 mm breit und 1.400 und 1.500 mm hoch. Sein Leergewicht betrug zwischen 1.070 und 1.635 kg. Leider war der Vectra C weniger erfolgreich als seine Vorgänger.
Von 1990 bis 1997 wurde der Opel Calibra als Sportcoupé gebaut, basierend auf der Basis des Opel Vectra A. Er sollte den Kampf gegen die drohende Coupé-Welle aus Japan bestehen, die zum Ende der 1980er Jahre nach Europa schwappte. Im Gegensatz zum heckangetriebenen Opel Manta besitzt der Opel Calibra einen Frontantrieb. 1990 kam zudem ein vierradgetriebender Calibra 4×4 auf den Markt, nach dem 1988er Vectra 4×4 der zweite Allrad-Wagen von Opel. Seit einem Facelift 1993 ist der Opel Calibra serienmäßig mit einem Fahrerairbag ausgestattet sowie einem Full-Size-Airbag für Beifahrer. Eine Innovation ist auch die neu entwickelte Klimaanlage, die ohne FCKW-haltige Kühlmittel auskommt.
Der Opel Signum, welcher seit 2003 im Opel-Hauptwerk in Rüsselsheim gefertigt wird, basiert hauptsächlich auf der Plattform des Opel Vectra C, erhielt aber 2005 ein umfassendes Facelift. Der Signum verfügt über das sogenannte FlexSpace-Innenraumkonzept. Dieses besteht aus voneinander getrennten Einzelrücksitzen, die um 130 mm verschoben und komplett im Boden versenkt werden können. Dadurch paart sich der Komfort einer Limousine mit den räumlichen Vorteilen eines Kombis. Das Facelift von 2005 stellt eine Annäherung an das kurz vorher eingeführte Infotainment dar sowie an das aktuelle Opel-Design. Die Länge des Signum beträgt 4.651 mm, die Breite 1.798 mm, die Höhe 1.466 mm und der Radstand 2.830 mm. Das Leergewicht beträgt 1.495 bis 1.715 kg.
Der Opel Omega A, welcher wesentlich erfolgreicher lief als sein Nachfolger, der Omega B, war ein PKW der oberen Mittelklasse und Nachfolger des Opel Rekord E, der sehr schlecht lief und deshalb schnell eingestellt wurde. Konstruiert wurde er in den Jahren 1986 bis 1993 als Limousine mit vier Türen und als Kombi mit fünf Türen. Der Opel Omega A war 4.738 mm lang, 1.760 mm breit, 1.445 mm hoch und besaß ein Leergewicht von 1.275 kg. Sein völlig neu konstruiertes Fahrwerk sollte bald als bestes seiner Fahrzeugklasse gelten. Die Karosserie des Omega A hatte einen niedrigen cw-Wert von 0,28, was zusammen mit dem relativ geringen Gewicht des Autos eine recht hohe Fahrleistung bei niedrigem Verbrauch erlaubte. Von der Zeitschrift "Motorpresse" wurde der Opel Omega A zum Auto des Jahres 1987 gewählt.